Heidelberg ohne den Neckar? Undenkbar. Der Fluss prägt nicht nur das berühmte Stadtbild, er war über Jahrhunderte die wirtschaftliche Lebensader der Stadt.
Wie lang ist der Neckar und wo fließt er?
Der Neckar ist mit rund 360 Kilometern einer der längeren Flüsse Deutschlands und ein rechter Nebenfluss des Rheins. Er entspringt im Schwarzwald (bei Villingen-Schwenningen), durchfließt unter anderem Tübingen, Stuttgart und Heilbronn, erreicht bei Heidelberg die Oberrheinische Tiefebene und mündet schließlich in Mannheim in den Rhein.
Heidelbergs Lebensader: Transport & Handel
Schon im Mittelalter war der Neckar die wichtigste Verkehrsachse der Region. Über den Fluss wurde Holz aus dem Schwarzwald per Flößerei bis in die Niederlande transportiert, dazu Waren aller Art. An der Furt bzw. später der Brücke kreuzten sich Handelswege — ein Grund, warum Heidelberg überhaupt zu Wohlstand und Bedeutung kam.
Vom Floß zum Frachtschiff
Im 20. Jahrhundert wurde der Neckar mit Staustufen und Schleusen zur schiffbaren Wasserstraße ausgebaut. Bis heute befördern Frachtschiffe Güter flussaufwärts weit ins Land hinein — der alte Transportweg lebt in moderner Form weiter.
Der Neckar heute in Heidelberg
Heute ist der Fluss vor allem Erholungsraum: Die Neckarwiese ist Heidelbergs grünes Wohnzimmer, Ausflugsboote schippern unter der Alten Brücke hindurch, und vom Wasser aus zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite.
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